Glasfasernetz: Telekom soll VDSL dem Wettbewerb öffnen
2007.04.04Etappensieg im Kampf um die "letzte Meile": Die Telekom soll ihre Kabelkanäle, die bis in die Haushalte reichen, künftig auch Konkurrenten zur Verfügung stellen. Wo das nicht geht, bekommt die Konkurrenz sogar direkten Zugriff auf die Glasfaserleitungen des Telekommunikations-Konzerns.
Frankfurt - Die Deutsche Telekom könnte schon bald Konkurrenz zu ihrem neuen Hochgeschwindigkeitsnetz bekommen. Die Bundesnetzagentur will den Konzern verpflichten, seinen Wettbewerbern Zugang zu den Telekom-Kabelrohren auf dem letzten Stück in die Haushalte zu ermöglichen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichen Verfügung der Behörde hervor. In den Rohren könnten die Wettbewerber eigene Glasfaserkabel verlegen und so dem VDSL-Angebot der Telekom Konkurrenz machen. Wo ein Zugang zu Kabelkanälen nicht möglich ist, sollen die Konkurrenten sogar den Zugang zur Glasfaser der Telekom bekommen.
DPA
Telekom-Zentrale in Bonn: Die Bundesnetzagentur will, dass der Konzern sein teures Glasfasernetz der Konkurrenz öffnet
Ihr eigenes Netz haben die Konkurrenten zumeist bis zu den 8000 Hauptverteilern in Deutschland ausgebaut und mieten danach die Telekom-Leitung, um ihren eigenen Kunden Telefon und Internet anbieten zu können. Auf dieser sogenannten letzten Meile haben sie allerdings bislang nur Zugang zum alten Kupferkabel und nicht zum neuen Glasfaserkabel, das höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erlaubt.
Die Konkurrenten hatten deshalb einen Zugang zum VDSL-Netz der Telekom an den Hauptverteilern gefordert. Alternativ wollten sie wenigstens den Zugang zu den Kabelrohren.
mak/rtr
Spiegel.de
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